Vorträge:

Di. 12. März 2019
20.00 Uhr

kleiner Saal unten
Der umgekehrte Kultus – Ein Zukunftsmotiv sozialer Entwicklung –

Wie läßt sich heute ein gemeinschaftliches Wollen bestimmen? Wie kommen wir zu Entschlüssen von geistgetragener Qualität und praktischer Nachhaltigkeit? Wie steigern wir uns gegenseitig in unserer Erkenntnisfähigkeit und Toleranz? Mit diesen Fragen sehen sich viele Gruppen, Betriebe, Einrichtungen, Verbände, Parteien bis hin zur globalen Weltgesellschaft konfrontiert. Deutlich wird dabei der Widerspruch, daß die Möglichkeiten der Information und Verständigung technisch ständig erweitert werden, während die Fähigkeiten der Selbstreflexion, der sozialen Begegnung und der gemeinschaftlichen Urteilsbildung verkümmern bis hin zu ihrer Auflösung.
In vergleichbar dramatischer Situation formuliert Rudolf Steiner Anfang 1923 das Bild vom „Umgekehrten Kultus“ als einer Methode, soziales Verständnis und konstruktives gemeinschaftliches Wollen zu entwickeln und zu steigern. Zentrales Motiv dieser Darstellung ist das „Erwachen am Seelisch-Geistigen des Anderen“ - ein Prozeß, der deutlich über das bloße Aussprechen von Meinungen hinausgeht. Dazu gehört die bewußte Wahrnehmung des Anderen als Person, die auch mein Fühlen und Wollen anspricht – nicht nur das Denken. In meiner Individualität ist das Denken stets mit Fühlen und Wollen verbunden; in der Gemeinschaft muß dieses seelische Ganzheitserlebnis erst hergestellt werden.
Die Stufung des Umgekehrten Kultus begünstigt einen solchen ganzheitlichen Prozeß: das Denken in der Bildgestaltung, das Fühlen in der Urteilsphase, das Wollen in der Entscheidung oder der formulierten Erkenntnis – in diesem wesentlichen Dreischritt liegt ein Schlüssel zum konstruktiven Gestalten eines gemeinsamen Wollens wie auch zur Gemeinschaftsbildung selbst.


Martin Turner, Nürnberg
 
Di. 2. April 2019
20.00 Uhr

großer Saal oben
Signatur der Heilsteine – eine anthroposophisch erweiterte Steinheilkunde

Mineralische Kristalle sind ein wunderbares Forschungs- und Beobachtungsobjekt für diejenigen, die in höhere spirituelle Welten eindringen möchten, sagte Rudolf Steiner am 13. August 1924 in Torquay. Gesteine und Minerale gelten landläufig als anorganische, tote Materie. Doch sind sie das wirklich? Mit geisteswissenschaftlichem Blick betrachtet, enthüllen sie ihr wahres Sein als zur Ruhe gekommene göttlich-geistige Prozesse. Sie haben ein Wesen, eine Geschichte, eine Biografie. Diese ist entzifferbar – sie tragen ihre persönliche Signatur. Und weil den Menschen und die Minerale die gleiche Geschichte der Erdwerdung (Evolution) verbindet, können sie den kranken Menschen bei seinem gesund Werden unterstützen. Ich möchte in diesem Vortrag zeigen, wie die klassische Steinheilkunde, wie sie von Michael Gienger Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts entwickelt worden ist, durch die Forschungen von Johann Wolfgang von Goethe (zum Granit) und Rudolf Steiner (Menschenkunde, Kosmologie und Medizin) ein nachprüfbares und tragfähiges Fundament bekommen kann. Freuen Sie sich auf einen Ausflug in die wunderbare Welt des Mineralreiches!

Bernhard Richter, Bayreuth
 
Di. 14. Mai 2019
20.00 Uhr

großer Saal oben
Krebs – Depression – Demenz

Diese Erkrankungen beunruhigen viele Menschen. Man kann sie als Zeitkrankheiten bezeichnen, da sie erst seit einigen Jahrzehnten zunehmend auftreten. Als Symptom für die zurückgehenden Lebenskräfte sprechen sie für deren Eintrübung. Unsere Lebenskräfte zu stützen und zu harmonisieren ist das vornehmste Ziel eines künftigen „Hygienischen Okkultismus“

Marcus Schneider, Basel
 
Di. 28. Mai 2019
20.00 Uhr

großer Saal oben
Zur Freiheit geboren. Die Signatur des Geistes im embryonalen Wachstum

Als Erdenbürger sind wir an Raum und Zeit gebunden. Wenn wir den irdischen Plan betreten, wachsen wir in sinnenfällig Gewordenes hinein. Zu dieser unumstößlichen Realität, der wir uns notwendigerweise beugen müssen, erleben wir einen unüberbrückbaren Gegensatz: In uns Menschen glimmt ein Funken nach Freiheit, der durchaus lodern, ja mitunter explodieren kann. Die geistige Welt selbst hat uns bis in unseren Leib hinein zur Freiheit begabt. Schon im keimenden, sprossenden Menschen lässt sich dies entdecken. Bildhaft werden hier die Imprägnationen geistiger Impulse aufgezeigt.

Dr. med. Albrecht Warning, Berlin